Um ein bisschen Geld zu sparen und weil es ja auch nicht immer eine eigene Ferienwohnung sein muss, sind wir für einen viel kleineren Preis in ein super Hostel gezogen. Einfach aber sauber, leckeres
Santa Marta ist viel kleiner als Cartagena und es verirren sich nur ein paar Backpacker und einige urlaubmachende Kolumbianer dort hin. Uns hat's super gefallen, weil's einfach viel entspannter ist, die Häuser sind meist ein- oder zweistöckig und bunt angemalt, aber die meisten nicht aus der Gründerzeit. Auch die Strandverkäufer sind weniger aufdringlich, so dass man ihnen sogar mal was abkauft oder ins Gespräch kommt. Ein generelles Problem dabei ist aber, dass fast alle Kolumbianer, egal ob Mann oder Frau, bei Gesprächen (auch wenn ich (Esther) sie beginne), immer mit Baschi reden. Sie beantworten ihm meine Frage und gucken ihn so lange an, bis er verständlich macht, sie nicht zu
Toll sind die Säfte, die man überall für maximal einen Euro kaufen kann. Frisch gepresst aus allen möglichen Früchten, einmal wurden sie uns sogar in kleinen Strandeimern serviert.
So richtig viel haben wir in Santa Marta gar nicht gemacht. Ein bisschen am Strand gelegen, in der Stadt rumgelaufen, an der Promenade am Meer gegessen...
Einen Tag waren wir am Strand der Nachbarbucht, der angeblich schöner sein sollte. Er war's vielleicht ein bisschen, aber die großen Hotels, die es in Santa Marta selbst gar nicht gibt, haben uns dann davon abgehalten nochmal wieder zu kommen.
Einen Nachmittag sind wir mit dem Boot zu einem anderen Strand gefahren (nachdem man uns wieder übers Ohr hauen wollte, 5min Bootsfahrt für 12€, nachdem wir gehen wollten dann plötzlich doch für 3€...). Im Wasser hab ich dann eine Kommilitonin aus Hamburg getroffen!!!
Sie hat auch Lateinamerika Studien studiert und war mit ihrem halbkolumbianischen Freund zu Besuch bei seinen Eltern in Barranquilla. Die Eltern hatten tollerweise ein super Ferienhaus am Meer, in das uns die beiden dann zusammen mit einem anderen deutsch-kolumbianischen Paar aus Hamburg abends zum Grillen eingeladen haben. War sehr lustig, es gab natürlich auch reichlich kolumbianischen Rum und Aguardiente, das Nationalgetränk.
Wenn man vom Bus am Rande des Parks abgesetzt wurde, muss man einen über einstündigen Weg durch den Dschungel laufen und kommt dann zu Buchten, die über Dschungelwege miteinander verbunden sind. Außerdem gab es ganz viele große Felsen für Baschi zum Draufklettern und eine Badebucht (in den anderen ist die Strömung angeblich zu stark).
Die Übernachtungsmöglichkeit, die wir erwartet hatten, hätte aus ein paar Hängematten im Wald bestanden. Was es gab, war ein Campingplatz für bestimmt 150 Leute, der aus vielen Zelten, einem Restaurant und einem kompletten Bad bestand. Außerdem waren alle Hängematten schon von hauptsächlich anderen Europäern belegt, so dass wir gezwungen waren in einem Zelt zu schlafen. Zuerst waren wir schon etwas enttäuscht, letztendlich war es aber ein super schön gelegener Campingplatz und die anderen Leute waren auch echt lustig. Sogar ein Japaner war dabei. Englisch konnte er nicht, aber halbwegs verständliches Spanisch, das er bei seiner zweijährigen Reise durch Südamerika gelernt hatte, die er durch Putz- und Streichjobs finanzierte... ;-)
Außerdem konnten die meisten Leute in den Hängematten auf einem Berg nicht schlafen, weil es zu kalt war und die in den Hängematten im "Tal" wurden von Mücken zerstochen.
Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden und eine Bucht weiter als der Campingplatz waren dann fast keine Leute.
...und noch ein paar Sonnenuntergang-Karibik-Klischee-Bilder zum Schluss:
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