Mittwoch, 18. Februar 2009

Chía/ Bogotá 16.-18.02.

Diese Tage waren eher ruhig, denn wir bereiten uns ja auf unsere Karibikreise vor! ;-)
Morgen (Donnerstag) geht's los, der Bus fährt nachmittags in Bogotá ab und ist 19 Stunden später in Cartagena. Die kolumbianischen Reisebusse können (im Gegensatz zu den meisten Stadtbussen) locker mit den deutschen mithalten, letztes Mal waren sie sogar deutlich komfortabler, mal abwarten.
Wir haben in Cartagena über ein paar Ecken ein Apartment gemietet. Es kostet zwar etwas mehr als die Backpacker-Hostels in denen ich letztes Mal war, ist für deutsche Verhältnisse aber immernoch billig und hat außerdem Meerblick!!! Wir sind gespannt...
Samstag geht's zum Karneval nach Barranquilla (nur für den Tag) und nach vielleicht so 5 Tagen fahren wir weiter nach Santa Marta (andere Karibik-Stadt), wo wir auch so ca. 5 Tage bleiben wollen...je nachdem wie's uns wo gefällt.

Gestern waren wir in Bogotá, im Norden wo ich vor drei Jahren gearbeitet hab. Von der Finca auf der wir wohnen über Chía bis nach Bogotá rein dauert's bestimmt ne Stunde, weil man öfter den Bus wechseln muss. Dafür stellt man sich an den Straßenrand, guckt auf die kleinen Schilder in den Bussen und winkt, wenn das richtige Ziel dransteht, damit er hält...wenn man schnell genug ist, sonst muss man ein paar Minuten auf den nächsten Bus warten...

Bei San Mateo (Kindertagesstätte, in der ich gearbeitet hab) waren wir auch. Bei manchen Leuten hab ich mich total gefreut sie zu sehen, aber die Betreuerinnen meiner damaligen Gruppe, zu denen ich damals schon kein gutes Verhältnis hatte, waren halt auch da und es war wie vor drei Jahren...;-) Aber wegen den netten Leuten werd ich da auf jeden Fall nochmal hinfahren! Von "meinen" Kindern waren leider gar keine mehr da, die sind jetzt alle schon in der Schule.
Dann waren wir heute in nem Einkaufszentrum, riesig, total neu und komplett mit Deutschland zu vergleichen (halt andere Läden, aber Esprit, Mango, Zara und so gibt's auch).

Nachmittags hat uns meine Gastmutter zur Finca ihres Sohnes gebracht, der auch Paso-Fino-Pferde züchtet wie sie und wir haben versucht zu reiten. War ganz lustig, sie haben uns aber auch ein gutes Anfänger-Pferd gegeben, so dass man nicht viel falsch machen konnte.
Das letzte Bild ist mit einem der Hund von "unserer" Finca, der wahrscheinlich irgendwie genetisch mutiert und daher extrem groß ist. ;-)


Montag, 16. Februar 2009

Los Llanos Orientales 14. - 16.02.

Direkt am Tag der Ankunft hatten unsere Gastgeber eine Überaschung parat.
Anlässlich des Geburtstags von Carlos sollte die gesamte Familie samt uns einen Kurzurlaub in den Llanos, den weiten Ebenen im Osten Kolumbiens verbringen.
Am 14.02 ging es dann morgens los auf eine 5 stündige Autofahrt. Zuerst noch durch die Berge,dann durch die von riesigen Weiden (unsere Gastgeberin meinte hinter dem einen oder anderen gut gestrichenen Zaun Mafiageld zu erkennen), kleinen Dörfern, vereinzelten
Militärstützpunkten und tropischem Klima geprägten Ebenen.




Ständige Begleiter waren Massen von Tanklastern, da diese Region wohl einiges an Erdöl zu bieten hat.

Das Hotel mit riesigem Grundstück war sehr schön und die Familie trotz einiger Verständigungsprobleme sehr nett. Mein(Baschi) verstandenes Spanisch verbessert sich dadurch täglich. Den ersten Tag haben wir am Pool verbracht
und abends an einem See mit Bier, Aguardiente und Kanufahren gefeiert.


Am nächsten Tag haben wir dann mit dem Jeep etwas weiter das Gelände der Farm erkundet und wurden mit unglaublichen Landschaften belohnt.
Überall kleinen Hügel die auf die Entfernung wirken, als wären sie frisch gemäht und zwischendrin kleine und große Seen und feuchte, üppig bewachsenen Canyons.
In einem Teich sollte es sogar Krokodile geben, wir haben sie aber leider nicht getroffen.


Leider war dieser Kurzurlaub (haha Urlaub vom Urlaub) am Morgen des 16. schon wieder vorbei und wir in Bogota. Schade, wir hättens noch länger bei 28° ausgehalten.
Grüße ins verschneite Deutschland ;-)

Ankunft in Chía 12./13.02.

In Bogotá haben uns meine Gasteltern abgeholt, aber da es schon dunkel war,konnte man von der Stadt nicht mehr viel sehen.
Überraschenderweise wurden Baschi und ich auf der Finca in Chía in EINEM Schlafzimmer untergebracht, obwohl wir nicht verheiratet sind, ich hätte echt getrennte Zimmer erwartet. Von der Haushälterin werde ich aber konsequent mit "Señora" angesprochen, statt mit "Señorita" wie noch vor drei Jahren, weil sie wohl davon ausgeht, dass wir verheiratet sein müssten, wenn wir zusammen hier sind und so...;)
Heute sind wir auf der Finca ein bisschen rumgelaufen, haben Baschi bei perfekter Sonne und ca.20°C alles gezeigt und waren kurz in der Stadt. Danach wurde es aber leider etwas regnerisch bei 15°C
Chía (der Vorort von Bogotá wo die Finca ist) ist nach wie vor laut, dreckig, voller hupender Busse und Autos, aber das Einkaufszentrum in dem wir waren, ist genau wie in Deutschland, nur halt mit anderen, eher kleineren Läden.



Freitag, 13. Februar 2009

New York 10. - 12.02.













New York rockt!

Der erste Eindruck war ein bisschen negativ, weil wir mit 3 Koffern, zwei Rucksäcken und einer Tasche, von denen die Hälfte voll von deutschen Gastgeschenken waren, vom Flughafenzug mitten in der Innenstadt ausgespuckt wurden. Keinen Plan wohin, Sachen sehr schwer, aber irgendwie haben wir's dann zur Gepäckaufbewahrung durch die Menschenmengen in eine etwas dunkle Gegend geschafft...
Die Adresse hatten wir vorher aus dem Internet, aber der Laden war im 2. Stock eines kleinen Hauses und bestand aus einem Raum mit ein paar Schließfächern und alten Regalen, die von einer offensichtlich breiten Frau mit Wollmütze bewacht wurden. Für 35$ haben wir dann unser Gepäck abgegeben, aber waren uns den ganzen Tag nicht sicher, ob die Frau nicht schon alles verscherbelt hat um sich neue Drogen oder was auch immer zu besorgen...
Wir haben dann das Touri-Programm angefangen und sind aufs Empire State Building.Es war nichts los zum Glück, aber in die ganzen Heidepark-ähnlichen Warteschlangen hätten locker 3000 Leute auf dem Weg zum Fahrstuhl Platz gehabt. Obwohl nichts los war, standen an jeder Ecke aber mindestens zwei Angestellte, die (bis auf die an der Flughafen-ähnlichen Sicherheitskontrolle) nicht mehr zu tun hatten, als zu sagen "this way, enjoy your view".
Oben hat man dann nen echt schönen Blick über die Stadt und kriegt nen Überblick, wo man gerade eigentlich ist.
Wieder unten kam uns die Stadt auch gar nicht mehr sooo hektisch, laut und auch leicht dreckig vor, wie als wir mit Koffern unterwegs waren. Die Orientierung ist eigentlich recht einfach und wir sind dann einkaufen gegangen.

Abends haben wir uns mit ner entfernten Verwandten von mir (Esther) getroffen, sind quer durch die Stadt gefahren (mit dem Auto übern Broadway) und zu ihr nach außerhalb - zum Glück, Hotels oder selbst Hostels wären echt teuer geworden!
Am nächsten Tag ging's dann mit dem Zug wieder in die Stadt zur Grand Central Station. Dann mit ner kostenlosen Fähre einmal nach Staten Island an der Freiheitsstatue vorbei und dann den Broadway zu Fuß hoch über die Wall Street bis Ground Zero.






Wenn man da steht, kann man sich das irgendwie erst richtig vorstellen, weil die Türme bestimmt doppet so hoch waren, wie alles, was da noch steht und das ist schon verdammt hoch...







Durch die Stadt zu laufen war echt
schön, viel besser als in so Touri-Bussen und das Meiste haben wir auch so gesehen. Das Wetter war dafür perfekt, bestimmt 16 Grad und nur Sonne!
Wir sind
die Brooklyn Bridge hochgegangen, waren in China Town und Little Italy, ein bisschen shoppen in Soho und im dunkeln dann auf dem Times Square und auf das Rockefeller Center.























Der Times Square bei Nacht ist schon beeindruckend, aber auch ein bisschen übertrieben, was da so an Animationen und Lichtern blinkt.

Die Tage in New York waren super, aber extrem anstrengend, für den Jetlag war gar keine Zeit, es ging irgendwie, weil wir ja auch nur die 1 1/2 Tage hatten.
Mit dem ganzen Gepäck aber am nächsten Morgen für den Weiterflug nochmal in die Stadt zu fahren und da umzusteigen war uns dann doch zu viel, deswegen haben wir unsere letzten Dollars in einen sehr lustigen Taxifahrer investiert, der uns zum Flughafen gebracht hat.