Mittwoch, 25. März 2009

Leticia/Amazonas 13.- 18.03.

Unser nächstes Reiseziel war eins, auf das wir uns mit am Meisten gefreut hatten: Der Amazonas.
Ungefähr 1 1/2 Stunden nach dem Abflug in Bogotá sind wir am sehr kleinen und einfachen Flughafen von Leticia gelandet. Leticia selbst ist winzig, die Landebahn sieht auf dem Stadtplan länger aus als der Ort selbst. Die Leute da sind super nett und bewegen sich fast ausschließlich auf dem Motorrad oder Moped fort, auch ganze Familien auf einem.
Am ersten Abend machte der Regenwald dann gleich mal seinem Namen alle Ehre, denn momentan ist Regenzeit und daher regnete es wie beim Hurricane 2006 in Sturzbächen von 17h abends bis 11h morgens durch. Dementsprechend unter Wasser standen alle Straßen und natürlich auch der Dschungel, der zu dieser Jahreszeit sowieso komplett meterhoch überflutet ist und daher nur mit Booten "betreten" werden kann. Die indigene Bevölkerung, die nicht in der auf einem Hügel gelegenen Stadt wohnt, hat sich darauf vorbereitet, indem sie ihre Häuser auf bis zu 5m hohe Pfähle baut. Als wir da waren, stand das Wasser auf Haustürhöhe. Dass allerdings so viel Wasser vom Himmel kommt wie an dem Tag gibt es so alle 10 Jahre mal wurde uns erzählt. Zum Glück gibt es aber die funktionierende Regel, dass auf einen Regentag zwei Sonnentage folgen, so dass wir unsere Zeit gut nutzen konnten.
Im Hotel haben wir ein deutsch-kolumbianisches Paar kennengelernt, das uns am zweiten Tag auf einen (natürlich überfluteten) Dschungelpfad mitgenommen hat, bis hin zu einem 35m hohen Baum, auf den man draufklettern konnte. Die Aussicht über den Dschungel war super, den weiteren Weg über gespannte Seile zu einem 30m und von da aus zu einem 110m entfernten Baum ist Baschi dann aber alleine "gegangen". ;-)
Abends wurden wir von einem Guide, der uns auf der Straße angesprochen hat zusammen mit zwei anderen Deutschen zu einer Feier von Indigenen eingeladen. Vier Stämme trafen sich in einer riesigen Holzhütte, um um die Wette zu tanzen und zu singen. Der Guide kannte einige der Leute, so dass wir, ausgestattet mit Zigaretten-Geschenken für den Veranstalter und Lebensmitteln für seine Frau, dort willkommen waren, obwohl es eben keine Touristen-Veranstaltung war. Die Menschen dort waren normal angezogen, sangen aber in ihren Sprachen und tanzten nach alten Ritualen um für bestimmte Früchte u.ä. zu danken. Es war wirklich cool und interessant und irgendwann wurden wir dann auch überredet, mitzutanzen. Schwer war's nicht, die haben nur bestimmte Schrittfolgen im Kreis gemacht und nach anfänglicher Skepsis unsereseits war's doch ganz witzig. Die Leute waren sehr nett und haben sich gefreut .

Leticia liegt an einem Grenzdreieck mit Brasilien und Peru, so dass wir in diesen Ländern dann auch waren. Nach Brasilien sind wir absichtlich gelaufen, es gibt allerdings keine Grenzkontrollen oder so, man geht einfach rüber. Peru liegt auf der anderen Seite des Amazonas, da kommt man automatisch mit Booten rein, wenn man ne Tour macht oder auch einfach mit dem Wassertaxi. Kontrollen gibt's auch da nicht. Im Vergleich zum schon wenig spaktakulären, aber angenehmen Leticia kamen uns die kleinen Grenzstädte von Brasilien und Peru rümmeliger und dreckiger vor, wir haben uns nicht wirklich dort aufgehalten, im Gegensatz zum Pool des Hotels, der bei der extremen Hitze zwischendrin mal wirklich angenehm war.

Das Highlight der Reise war eine 10-Stunden-exklusiv-Tour mit Anibal, unserem Bootsfahrer und Guide. Wir haben nichts in den Hotels oder Reisebüros vor Ort gebucht, sondern sind einfach zum Hafen gegangen und haben ihn da getroffen. Nach harten Verhandlungen um den Preis ist er dann nur mit uns beiden (weil Nebensaison ist, waren außer ein paar Europäern kaum Touristen da) auf seinem für bestimmt zehn Personen ausgelegten Motorboot los, erst am Fluss entlang, dann mitten durch den Dschungel. Den Pfad, den er im Sommer als mehrtägige Wandertour anbietet, haben er und Freunde angeblich mit Macheten selbst in den Dschungel geschlagen. Durch den hohen Wasserpegel sind wir dann aber mit dem Boot durchgefahren.
Anibal hatte ein gutes Auge für versteckte Tiere und Spaß daran, sie und uns wortwörtlich nahe zu bringen.









Mein persönliches Highlight war, dass er in einen Baum geklettert ist und uns ein Faultier runter geholt hat. Es war ein bisschen verschreckt, hat dann katzenartig angefangen zu fauchen (auch wenn es auf dem Foto so nett und unschuldig guckt, Anibal hatte eine Narbe von Faultierkrallen an der Hand) und als wir es wieder in den Baum gesetzt haben versucht, schnell wegzuklettern. Fällt Faultieren allerdings er schwer... ;-)
Auch Leguane wurden durch mit-dem-Boot-gegen-den-Baum-Fahren beim schlafen gestört und landeten im Wasser, leider sind sie dann nicht mehr in unserer Sichtweise aufgetaucht, auch wenn Anibal lange gesucht hat.
Wo die Taranteln sitzen, wusste er sofort, Delphine mussten dagegen erst angelockt werden, indem Baschi von ihm immer wieder aufgefordert wurde, ins Wasser zu springen. "Je lauter, desto besser, ihr müsst planschen!" Hat sich dann aber auch gelohnt, wir haben sowohl rosafarbene Flussdelphine, als auch graue gesehen.
Das ultimative Naturerlebnis endete im erneuten Regen (zwei Sonnentage waren vorbei). Das Boot hatte zum Glück ein Dach, so dass nur Anibal nass wurde. Die Regenmassen, die da vom Himmel kommen kann man sich selbst als Hamburger nicht vorstellen, wir mussten irgendwann das Wasser aus dem Boot schöpfen um nicht unterzugehen.


Einen Tag später haben wir mit Anibal noch eine kurze Tour gemacht, er brachte uns zu einer Hütte am Fluss, wo wilde Aras sich durch das Futter, dass die Touristen mitbringen, an diese gewöhnt haben und ab und zu auf sie warten. Auch ein kleiner Affe ließ sich anfassen und füttern, auch er war aber eigentlich wild und nicht angebunden o.ä.


Den letzten Morgen vor dem Abflug verbrachten wir mit dem Guide, der uns auf den Baum geholfen hatte und einem Biologen bei einer Kajaktour. Sie haben uns auch quer durch den Dschungel mitgenommen, bis hin zu Seen, in denen wieder Flussdelphine waren. Sich mit dem Paddel durch den Dschungel zu schlagen (diesmal ohne vorher angelegten Pfad) war anstrenged, hat aber echt Spaß gemacht. Diesmal konnten wir auch wilde Affen sehen, die bei der anderen Tour meist vor dem Motorengeräusch des Bootes geflohen waren.

Noch ein paar Eindrücke aus der Stadt:
Am "Hafen" von Leticia; VW-Busse werden als öffentliche Verkehrsmittel genutzt; Fischmarkt auf der Straße nachdem die Fischer zurückgekommen sind, geguckt wird natürlich auch vom unvermeidbaren Moped aus; ich freue mich über einen Sternfrucht-Baum am Straßenrand.

Mittwoch, 11. März 2009

Medellín 05./06.03.

Eigentlich wollten wir aus der Karibik direkt zurück nach Bogotá, aber Medellín lag so halb auf dem Weg und weil wir uns die Stadt eh nur kurz angucken wollten, haben wir auf dem Rückweg einen kleinen Umweg gemacht.
Medellín- da gibt's doch das Kartell und was ist eigentlich mit Pablo Escobar passiert?
Hm, also... Das nachdem er 1993 erschossen wurde ging's mit den Drogen bergab und mit der Stadt bergauf. Mittlerweile kann man sich da ganz risikofrei bewegen und die Stadt ist sogar halbwegs ansehnlich (kolumbianische Großstädte sind meiner Meinung nach eher weniger als "schön" zu bezeichnen, haben vielleicht nette Ecken, aber in der Gesamtheit sind einfach zu viele stinkende, laute Busse unterwegs, rümmelige Händler und natürlich in bestimmten Gegenden auch extreme Armut).

Medellín hat jedenfalls eine Plaza, die ausnahmsweise mal nicht dem "Libertador" Südamerikas, Simón Bolívar, sondern dem einheimischen Künstler Fernando Botero gewidmet ist. Der zeichnet sich dadurch aus, dass er ausschließlich dickliche Menschen und Tiere malt, die in seiner Heimatstadt Medellín als Skulpturen ausgestellt sind.





Außerdem gibt es dort die einzige Metro/S-Bahn Kolumbiens, was das Bezwingen der ca.2,5Mio.-Stadt um Einiges erleichtert.
Sogar zwei Seilbahnen gibt es als Teil des öffentlichen Nahverkehrs. Sie verlaufen die Berge hoch in die ärmeren Stadtteile, die dadurch eine bessere Anbindung haben und nicht mehr so "ausgeschlossen" von der Stadt sind.
Wir sind dann noch einen Berg mitten in der Stadt hoch gelaufen, auf dem sie ein typisches Dorf für die Gegend nachgebaut haben. Um einen Überblick über die Stadt zu bekommen, war's ganz gut und auch das Wetter war mit für Medellín unüblichen 30° mal wieder super.






Für abends hatte man uns die "Zona Rosa" empfohlen, eine Gegend mit vielen Bars und Restaurants, in denen auch donnerstags viel los war. Die Bar, in die wir der Menschenmenge gefolgt sind ("wo's voll ist, muss es gut sein") hatte auch super Angebote: Baschi hat ein Bier bestellt und bekam zwei für den gleichen Preis und mein Cocktail wurde sogar in dreifacher Ausführung geliefert!

Am Abend des zweiten Tages ging's dann endgültig zurück nach Bogotá (bzw. Chía). Der Bus war etwas weniger komfortabel als normal und auch "Die nackte Kanone" auf voller Lautstärke um 1Uhr nachts wird uns davon abhalten nochmal mit dieser Busgesellschaft zu fahren...

Santa Marta 25.02. - 04.03.

Nachdem wir in Cartagena schon einen Tag länger geblieben waren als geplant, haben wir unser Luxusapartment verlassen und sind -wieder mit einem Halt in unserer "Lieblingsstadt" Barranquilla- weiter die Küste entlang nach Santa Marta gefahren.
Um ein bisschen Geld zu sparen und weil es ja auch nicht immer eine eigene Ferienwohnung sein muss, sind wir für einen viel kleineren Preis in ein super Hostel gezogen. Einfach aber sauber, leckeres Frühstück und eine nette Betreiberfamilie.
Santa Marta ist viel kleiner als Cartagena und es verirren sich nur ein paar Backpacker und einige urlaubmachende Kolumbianer dort hin. Uns hat's super gefallen, weil's einfach viel entspannter ist, die Häuser sind meist ein- oder zweistöckig und bunt angemalt, aber die meisten nicht aus der Gründerzeit. Auch die Strandverkäufer sind weniger aufdringlich, so dass man ihnen sogar mal was abkauft oder ins Gespräch kommt. Ein generelles Problem dabei ist aber, dass fast alle Kolumbianer, egal ob Mann oder Frau, bei Gesprächen (auch wenn ich (Esther) sie beginne), immer mit Baschi reden. Sie beantworten ihm meine Frage und gucken ihn so lange an, bis er verständlich macht, sie nicht zu verstehen... ;-)
Toll sind die Säfte, die man überall für maximal einen Euro kaufen kann. Frisch gepresst aus allen möglichen Früchten, einmal wurden sie uns sogar in kleinen Strandeimern serviert.

So richtig viel haben wir in Santa Marta gar nicht gemacht. Ein bisschen am Strand gelegen, in der Stadt rumgelaufen, an der Promenade am Meer gegessen...
Einen Tag waren wir am Strand der Nachbarbucht, der angeblich schöner sein sollte. Er war's vielleicht ein bisschen, aber die großen Hotels, die es in Santa Marta selbst gar nicht gibt, haben uns dann davon abgehalten nochmal wieder zu kommen.
Einen Nachmittag sind wir mit dem Boot zu einem anderen Strand gefahren (nachdem man uns wieder übers Ohr hauen wollte, 5min Bootsfahrt für 12€, nachdem wir gehen wollten dann plötzlich doch für 3€...). Im Wasser hab ich dann eine Kommilitonin aus Hamburg getroffen!!!
Sie hat auch Lateinamerika Studien studiert und war mit ihrem halbkolumbianischen Freund zu Besuch bei seinen Eltern in Barranquilla. Die Eltern hatten tollerweise ein super Ferienhaus am Meer, in das uns die beiden dann zusammen mit einem anderen deutsch-kolumbianischen Paar aus Hamburg abends zum Grillen eingeladen haben. War sehr lustig, es gab natürlich auch reichlich kolumbianischen Rum und Aguardiente, das Nationalgetränk.

Das Highlight der Reise nach Santa Marta war aber der "Parque Tayrona", ein Nationalpark direkt an der Küste. Ich war vor drei Jahren schon mal da, allerdings nur einen Nachmittag und nicht zum Übernachten. Die komplette Wildnis von damals (10 Leute insgesamt gesehen) gab es nicht mehr, mittlerweile haben die Touristen aus Kolumbien und aller Welt auch die entlegensten Ecken erreicht und selbst "Cervezita" wurde einmal am Strand angeboten, aber es begegnet einem trotzdem nur alle paar Minuten mal jemand, also lange nicht so wie in der Stadt.
Wenn man vom Bus am Rande des Parks abgesetzt wurde, muss man einen über einstündigen Weg durch den Dschungel laufen und kommt dann zu Buchten, die über Dschungelwege miteinander verbunden sind. Außerdem gab es ganz viele große Felsen für Baschi zum Draufklettern und eine Badebucht (in den anderen ist die Strömung angeblich zu stark).













Die Übernachtungsmöglichkeit, die wir erwartet hatten, hätte aus ein paar Hängematten im Wald bestanden. Was es gab, war ein Campingplatz für bestimmt 150 Leute, der aus vielen Zelten, einem Restaurant und einem kompletten Bad bestand. Außerdem waren alle Hängematten schon von hauptsächlich anderen Europäern belegt, so dass wir gezwungen waren in einem Zelt zu schlafen. Zuerst waren wir schon etwas enttäuscht, letztendlich war es aber ein super schön gelegener Campingplatz und die anderen Leute waren auch echt lustig. Sogar ein Japaner war dabei. Englisch konnte er nicht, aber halbwegs verständliches Spanisch, das er bei seiner zweijährigen Reise durch Südamerika gelernt hatte, die er durch Putz- und Streichjobs finanzierte... ;-)
Außerdem konnten die meisten Leute in den Hängematten auf einem Berg nicht schlafen, weil es zu kalt war und die in den Hängematten im "Tal" wurden von Mücken zerstochen.
Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden und eine Bucht weiter als der Campingplatz waren dann fast keine Leute.

...und noch ein paar Sonnenuntergang-Karibik-Klischee-Bilder zum Schluss:

Montag, 9. März 2009

Cartagena de Indias 19. - 25.02.


...ab in den Norden,schön mal in die Sonne...richtich!
Leider lagen davor aber witzige 22 Stunden Busfahrt. Kolumbianische Reisebusse sind zwar echt komfortabel, aber das macht die Zeit auch nicht kürzer. Bereits nach wenigen Stunden hatte eine dicke Frau schräg rechts vor uns dem Inhalt ihres Magens auf Grund der kurvenreichen Gebirgsstrecke freien Lauf gelassen...was für ein Erlebnis, wir hatten uns jedoch bald daran gewöhnt. Nach einer sehr kalten Nacht (die Klimaanlage in solchen Bussen wird immer so auf 16 Grad gestellt) und einem nervigen Stop in einer Stadt namens Barranquilla kamen wir endlich in Cartagena an. Ein Apartment hatten wir uns schon vorher organisiert. Die Fahrt dort hin schockierte mich erst ein wenig. Das Busterminal liegt etwas außerhalb und um zu unserer Bleibe zu gelangen mussten wir auch durch durch ärmere Teile der Stadt, die wirklich trostlos und verdreckt aussehen, solche Viertel scheint es wohl aber um den Kern jeder kolumbianischen Stadt zu geben. Einmal da durch wurde es dann aber wirklich schön.
Unser Apartment lag im 13. Stockwerk in einem Haus direkt am Strand und war n echtes Schnäppchen, vom Balkon konnte man direkt aufs Meer gucken und zur anderen Seite auf die Stadt, zudem gabs n 100cm Plasma, 2 Badezimmer uns 2 Schlafzimmer....etwas überdimensioniert, aber sehr luxuriös besonders für kolumbianische Verhältnisse!

Abends sind wir noch los, nen Supermarkt suchen und mussten
das erste mal hier selbst kochen^^

Am nächsten Tag sind wir mit dem Bus in die Altstadt gefahren. Busfahren ist hier total super. Es gibt n Haufen mehr oder weniger TÜV konformer Busse, extrem individuell dekoriert, die man sich einfach per Handzeichen ranholt, wenn das gewünschte Fahrtziel auf der Holztafel an der Windschutzscheibe steht. Für ca 30 Cent kann man dann solange im Bus bleiben bis man dort ist wo man hin möchte, man schreit kurz HIER und der Bus hält, egal wo, sofort an.

Die Altstadt is halt alt, mit vielen alten Häusern und einer alten Stadtmauer. Im Gegensatz zu den meisten anderen Städten sind aber die Häuser, die in der Eroberungszeit von den Spaniern gebaut worden sind noch erhalten und restauriert, so dass man durch Labyrinthe von Gassen mit bunten Häusern läuft, wirklich schön, besonders mit blauem Himmel und 35°!
Dort gibt es daher natürlich ne Menge Touristen (auch die amerikanischen Kreuzfahrtschiffe tun ihr Übriges dazu). Wo Touris sind, sind auch Verkäufer, die einem durchgehend Schmuck, Getränke, Früchte, irgendwelche Souveniers und Taxifahrten andrehen wollen....manchmal ganz praktisch, aber meistens nur lästig.... In Cartagena sind sie echt hartnäckig, haben uns ständig für Amis gehalten und ihre Preise in Dollar genannt...

Da es aber ein sehr heißer Tag war, haben wir dann doch irgenwann dem Konsumtrommelfeuer nachgeben und uns was gegen die Sonne besorgt.



Am nächsten Tag haben wir mal den Stand ausprobiert. Mit dem Blick Richtung Meer echt schön, andersrum wegen der vielen Hotels nicht anders als in Spanien oder so. Auch hier gabs keine Ruhe vor den Händlern, zusätzlich wollten einem extrem nervige Frauen Zöpfe und Massagen verpassen. (Dazu sei gesagt, dass wir uns schlauerweise einen Sonntag als Strandtag ausgesucht haben, da war natürlich am meisten los, sowohl an Strandbesuchern als auch an Verkäufern.)

Nachdem wir uns genug gesonnt und gebadet hatten sind wir direkt zur nächsten "Attraktion" der Stadt gefahren, denn wer schon ne Stadmauer hat braucht auch ne Festung! - Castillo San Felipe-

Von Cartagena aus kann man eine nahe gelegene Inselgruppe,
die Islas del Rosario, und einen schönen Strand per Boot besuchen. Nach 45 Minuten Fahrt waren wir in einem echt karibischen Inselparadies mit allem, was dazu gehört. Während sich die meisten ne Delphinshow angeguckt haben, sind wir mit ein paar anderen Schnorcheln gegangen. Ein unglaubliches Erlebnis.....als wenn man seinen Kopf in ein Aquarium steckt... mit maximal 4 m Tiefe, so dass man zwischen den Korallen durchschwimmen und sich die Fische und deren Lebensraum genau angucken konnte.

Von dort aus gings mit kleinen Hindernissen weiter zur Playa Blanca, einem eigentlichen karibischen Traumstrand wie man sich ihn vorstellt. Leider war er etwas überfüllt... auch von Kolumbianern, die von der besseren Sicherheitslage des Landes und der sich dadurch ergebenden Möglichkeit, mit dem Bus zu reisen profitieren.
Aber wie auch in der Stadt, sobald man sich etwas von den "Massen" wegbewegt wird es wirklich schön. Leider hatten wir dort nur 2 Stunden, entgegen den Versprechungen der Kartenverkäuferin, die aber wie der Bootsführer sagte, für Ihre Provision alles verspricht was die Leute hören wollen. Alles in allem aber n super Ausflug!








Am letzten Abend haben wir uns ins Café del Mar gesetzt. Oben auf der Stadtmauer, dem Namen entsprechende Musik und leckere Cocktails, super! Die Preise waren zwar eher deutsch, aber dafür bestand der Long Island Ice Tea auch zu 90% aus Alkohol... ;-)